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Susi und Strolch
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Susi und Strolch
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Es gibt einige wenige allgemeine Grundprinzipien die man beim Sparen berücksichtigen sollte. Das wichtigste ist der Faktor Zeit. Zu oft höre ich, sparen lohnt sich für mich doch noch gar nicht. Gänzlich falsch, dank des Zinseszins Prinzips und einer Vielzahl staatlicher Förderungen, ist es auch mit kleinem Geld möglich solide Rücklagen zu bilden. Zur Verdeutlichung des Sachverhaltes möchte ich eine kleine Geschichte anführen, die in ähnlicher Art und Weise durchaus bekannt oder bereits erlebt sein sollte.

Diese Geschichte handelt von Susi und dem Strolch. Die beiden kennen sich seit Kindestagen an, ihre Eltern sind befreundete Nachbarn. Beide hatten gerade ihre Jugendweihe (wahlweise Kommunion). Abgesehen von einer schönen Feier gab es natürlich auch viele tolle Geschenke.

Der Strolch hat einen neuen I-Pod (Wert 280 Euro), ein Mountainbike (Wert 500 Euro), einen tollen Handyvertrag mit nagelneuem Fotohandy und nicht zu vergessen eine unheimlich coole Anlage (Wert 220 Euro bekommen). Susi hatte leider nicht ganz so viel Glück. Ihre Verwandten waren weniger kreativ, sie bekam einen Bausparvertrag (Wert 800 Euro), ein recht billiges Kartenhandy und statt des I-Pods einen Discman.

Überhaupt scheinen Strolchs Eltern deutlich großzügiger. Immerhin bekommt er als 14jähriger 60 Euro Taschengeld. Susi hingegen ist ihren Eltern nur 20 Euro wert, dafür zahlen sie jeden Monat 40 Euro auf ihren Bausparvertrag ein.

Vier Jahre vergehen, Strolch hat dank seines tollen Handys das nun leider nicht mehr ganz so trendig ist viele neue Freunde gefunden. Dank seines Vertrags kann er jederzeit mit ihnen telefonieren und SMS verschicken. Sein Taschengeld reicht dafür zwar meist nicht mehr aus, aber es gibt ja Geburtstage, Weihnachten und so viele tolle andere Gelegenheiten Geschenke abzustauben.

Susi hingegen kommt mit ihrem Taschengeld inzwischen aus. Es reicht zwar nicht für große Sprünge, aber ihre Modezeitschrift ist bezahlbar und gelegentlich lässt sich auch mal der ein oder andere geschenkte Euro auf das Sparbuch zurücklegen.

Beide haben nun mit 18 die Schule abgeschlossen. Susi hat sich bei einem nahegelegenen Kaufhaus für eine Lehre erfolgreich beworben, Strolch fand das gut und wurde ebenfalls übernommen. Beide verdienen inzwischen 600 Euro Lehrlingsgeld, die Taschengeldtage sind vorbei.


 

Das Auto - ein teurer LuxusStrolch lief neulich an einem Autohaus vorbei, da sah er ihn dann. Einen blinkenden Jahreswagen, und so günstig war der. Nach etwas zetern und drängeln bei seinen Eltern war das Auto gekauft. 10.000 Euro kostete der Wagen. Da er das Geld natürlich nicht zur Verfügung hatte, schloss er einen Finanzierungsvertrag mit dem Autohaus ab. Alles halb so wild, da Strolchs Familie gute Kunden waren, zahlt er keine Zinsen.

Susi ist der Meinung, das sie das Kaufhaus auch bequem per Straßenbahn erreichen kann, schließlich sind es nur 3 Haltestellen. Da sie gelernt hat mit wenig Geld auszukommen, investiert sie einen Teil ihres Geldes (200 Euro) in Fondssparpläne zu je 50 Euro. Ihren Bausparvertrag muss sie inzwischen selbst bezahlen. 40 Euro spart sie an vermögenswirksamen Leistungen direkt vom Lehrlingsgeld, 50 Euro jeden Monat von ihrem Konto.

Strolch investiert auch kräftig und zwar in sein Auto. Neue Boxen, neue Felgen - so einem Sound kann keine Frau widerstehen, das ist mal sicher.

Vier Jahre später, haben beide ihre Lehre beendet und wurden vom Kaufhaus fest übernommen. Sie verdienen inzwischen beide 1.200 Euro netto im Monat. Dummerweise müssen sie in einer Filiale in der Nachbarstadt arbeiten.

Für Strolch kein Problem, sein Auto funkelt zwar nicht mehr so toll wie vor 4 Jahren aber der Sound ist nach wie vor Spitze. Susi braucht nun auch ein Auto. Da sie Strolchs Wagen toll findet kauft sie sich das gleiche Modell, das ist allerdings inzwischen 5 Jahre alt. Das Auto kostet immerhin noch 5.000 Euro, Susi zahlt Bar, der Autohändler ist begeistert und gibt ihr das Modell für 4.500 Euro. Schließlich ist das Auto nicht mehr wirklich der Verkaufsrenner. Mit Boxen kennt sich Susi nicht aus, Strolch hat nach wie vor den besseren Sound.

Strolch, der seine Eltern inwzischen satt hat, schließlich ist er 22, zieht in eine eigene Wohnung. Sein Auto ist inzwischen abbezahlt, die 500 Euro Miete bei dem Gehalt kein Problem.

Susi hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, sie bleibt noch 2 weitere Jahre in der gemeinsamen Wohung. Der Bausparvertrag wird nach wie vor bespart, 400 Euro steckt sie inzwischen in ihre Fondssparpläne.

Mit 24 stellt Susi fest, das sie auch eine eigene Wohnung möchte, da sie es gewohnt ist zu sparen, kauft sie sich eine Eigentumswohnung für 70.000 Euro. Dafür muss sie 38.287 Euro Kredit aufnehmen, aber sie weiss, dass die Wohnung in xx Jahren allein ihr gehört. Wie ist das möglich?

Partner: Easy Kredit


 

An dieser Stelle endet die Geschichte. Betrachten wir den Verlauf der Geschichte einmal an Hand von Zahlenmaterial, welches den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen ist.

Vorgang Susi Strolch
Jugendweihe Geschenke 800 Euro Bausparvertrag
0,-
4 Jahre lang Bausparleistung 40 Euo 1.920 Euro
0,-
4 x Wohnungsbauprämie + 4 % Zins
169 Euro + 313 Euro
0,-
4 Jahre lang Bausparleistung 90 Euro
4.320 Euro
0,-
4 x Wohnungsbauprämie + Arbeitnehmersparzulage + Zinsen
169 Euro + 127 Euro + 894 Euro
0,-
2 Jahre lang Bausparleistung 90 Euro 2.160 Euro
0,-
2 x Wohnungsbauprämie + Arbeitnehmersparzulage + Zinsen
84 Euro + 63 Euro + 788 Euro 0,-
Summe Gesamt
11.807 Euro
0,-

*Angaben gerundet, Bausparsumme 20.000 Euro, exklusive Abschlussgebühr

Vorgang
Susi Strolch
4 Jahre lang Fondssparpläne a 200 Euro
9.600 Euro
0,-
Rendite angenommene 6 %
1267 Euro
0,-
Autokauf, 5 Jahre altes Auto, Barzahlung
- 4500 Euro
0,-
2 Jahre lang Fondssparpläne a 500 Euro
12.000 Euro
0,-
Rendite für 2 Jahre + Restsumme vorherige Anlage (6 %)
775 Euro + 764 Euro
0,-
Summe gesamt
19.906 Euro
0,-

* 6 % Rendite wurden kalkuliert, Ausgabeaufschläge wurden vernachlässigt (Annahme Fondsdiscounter)

 

Susi verfügt mit 24 Jahren über ein stattliches Kapital von 31.713 Euro. Legt man einen Kaufpreis von 70.000 Euro für die Wohnung zu Grunde, entsteht eine Lücke von 38.287 Euro. Susi ist, wie erwähnt bereits gewohnt 500 Euro und mehr im Monat zu sparen. Legt man einen effektiven Jahreszins von 6 % und eine monatliche Rate von 500 Euro zu Grunde, zahlt Susi 96 Monatsraten. Anders formuliert, sie sparte bereits 10 Jahre lang Geld an, nach weiteren 8 Jahren besitzt sie eine eigene Wohnimmobilie.

Selbstverständlich habe ich hierbei Idealwerte für Susi den Extremwerten Strolchs gegenüber gestellt. Doch schon allein ihr stetiges Bausparen verhalf ihr zu einem soliden Stück finanzieller Basis. Sie wollen mehr wissen? Lesen sie weiter: "Mein Sparziel" ...

 

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