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Kostenlose Girokonten und Hochzinsofferten

Ein genereller Stolperstein bei der Geldanlage ist das übereilte Handeln. So lassen sich Anleger gern durch attraktive Sonderangebote beeindrucken und von Steuervorteilen verführen.

Ein Paradebeispiel hierfür sind kostenlose Girokonten und Hochzinsofferten für Tagesgeldkonten.

In der Regel sind genau diese Angebote an eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft. Beim kostenlosen Girokonto können dieses beispielsweise bestimmte monatliche Gehaltseingänge oder der Abschluss weiterer Produkte sein.

So wird zu nahezu jedem kostenlosen Girokonto eine Kreditkarte angeboten, die im Regelfall wenigstens im ersten Jahr kostenlos ist. Nicht selten fallen dann in den Folgejahren nicht unerhebliche jährliche Kosten an, entsprechende Regelungen finden sich wie üblich im Kleingedruckten bei den Anbietern.

Tagesgeldkonten sind ein weiteres Paradeprodukt beim umgangssprachlich so bezeichneten "Dummenfang". Einerseits sind die Offerten oftmals an bestimmte und normalerweise sehr kurze Laufzeiten gebunden. Andererseits ist es üblich hohe Zinsangebote in der Kombination mit einer Geldanlage in Investmentfonds zu vertreiben.

Da bei diesen Kombinationen nahezu immer die vollen Ausgabeaufschläge anfallen, fällt die Verzinsung am Ende deutlich unterhalb derer von soliden Tagesgeldkonten aus. Diese werden zum Beispiel seit Jahren von der ING Diba angeboten, nur heißen sie dort Extra Konto.

Ein weiterer Anbieter ist die Comdirect. Das Tagesgeldkonto ist auch hier kostenlos und attraktiv verzinst. Was die meisten Anleger nicht wissen, externe Überweisungen landen zunächst auf dem herkömmlichen und niedrig verzinsten Tagesgeldkonto. Die aktuellen Topzinsen gibt es nur auf das Tagesgeld Plus der Comdirect. Während der Transferzeit zum Comdirect Tagesgeldkonto und von dort zum Tagesgeld Plus, arbeitet natürlich die Bank mit ihrem Geld.

Generell sollte jeder Anleger stutzig werden, wenn die Offerte die marktüblichen Festgeldzinsen erreicht oder überschreitet. Tagesgeldkonten sind ohne Zweifel flexibler als Sparbücher, keinesfalls aber besser verzinst als die Top Festgeldanlagen.

Im Gegensatz zu diesen, ist die maximale Anlagehöhe nicht selten gedeckelt. Ein ähnlicher Ansatz bei den kostenlosen Girokonten. Es gibt Anbieter, die eine bestimmte Summe auf dem Girokonto als Voraussetzung für andere Boni vorschreiben. Man sollte sich im Klaren sein, das 2000 Euro unverzinst definitiv eine teurere Angelegenheit sind, als die Kontoführungsgebühren.

 

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