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Depot

Beim Erwerb von Wertpapieren oder Fondsanteilen benötigt der Kapitalanleger ein Wertpapier Depot. Dieses erhält er wahlweise bei seiner Hausbank, einem Online Broker oder einer Direktbank.

Im Prinzip werden in einem Wertpapier Depot alle erworbenen Fondsanteile und Wertpapiere verwahrt, ähnlich einem Schließfach. In der Realität werden Depots allerdings fast ausschließlich elektronisch geführt. Die entsprechenden Materiellen Nachweise liegen in der Regel in sicherer und zentraler Verwahrung in den Tresoren der Kreditinstitute.

Die Aufbewahrung beziehungsweise Verwahrung ihrer Wertpapiere ist eine Dienstleistung seitens der Kreditinstitute, daher lassen sich diese auch dafür bezahlen. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Anbietern.

Hausbanken verlangen oftmals Depotführungsgebühren und hohe Ordergebühren. Direktbanken, Onlinebanken und Vermittler bieten in der Regel zunächst kostenlose Wertpapier Depots an. Kosten entstehen dem Anleger erst beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Speziell für Anleger die ausschließlich Fondsanteile erwerben möchten, gibt es Fondsbanken. Bei diesen können über Vermittler Depots eingerichtet werden. Je nach Anbieter fallen Gebühren von 36 oder weniger Euro im Jahr an. Dafür erhalten sie Fonds bei diesen Vermittlern mit rabattierten Ausgabeaufschlägen, fast immer sogar ohne Ausgabeaufschläge.

Ein Vorteil der sich schnell bemerkbar und die geringe Depotgebühr vergessen macht. Überdies bieten manche Vermittler kostenlose Depots, welche an bestimmte Einlagesummen geknüpft sind, an.

Bei der Auswahl des richtigen Wertpapier Depots sollte der Anleger nicht nur auf die periodisch anfallenden Kosten achten. Gerade für sehr aktive Anleger mit hohem Orderaufkommen, lassen sich teilweise gesonderte Konditionen erzielen. Diese sind dann auch bares Geldwert, da die Orderkosten die Depotführungsentgelte in der Regel und in der Summe deutlich übersteigen.

Ein Aspekt, der in der heutigen "Geiz ist Geil Mentalität" (geht auf eine Werbung der Saturnmärkte zurück)  vernachlässigt wird, ist der Leistungsumfang. Dieses Argument soll nicht selten auch die hohen Kosten bei den Filialbanken rechtfertigen. Das allerdings ist in der Regel der falsche Ansatz. Da die Beratungsqualität des durchschnittlichen Bankangestellten kaum über der eines Tipps vom 12 jährigen Enkel liegt.

Wichtiger sind beispielsweise performante und stabile Onlinebrokerage Plattformen, ein sinnvolles Verechnungskonto, evtl. Realtimekurse und Statistiken sowie eine den individuellen Kenntnissen entsprechende und dafür geeignete Orderplattform.

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