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Bundesschatzbriefe

Bundesschatzanweisungen ("Schätze" oder "Schatzbriefe") sind verzinsliche Wertpapiere die vom Staat ausgegeben werden (mit einer Laufzeit von zwei Jahren). Der Erwerb (Kauf) dieser Wertpapiere ist grundsätzlich jedermann möglich. Vereinfacht gesagt, leiht der Bürger dem Staat Geld und erhält dafür Zinsen.

Sie gehören zu den beliebtesten staatlichen Finanzprodukten. Der Mindestanlagebetrag liegt bei 50 Euro. „Bundesschätzchen“ sind nicht börsennotiert, unterliegen somit auch keinerlei Kursschwankungen. Ihre Zinssätze sind für die gesamte Laufzeit garantiert. Bei einer neuen Serie ist mit einer Anpassung an die allgemeine Zinsentwicklung zu rechnen.

Bundesschatzbriefe gibt es in zwei Varianten. Beide haben einen treppenartig ansteigenden Zinssatz („Zinsstaffel“). Dabei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zins.
 

  • Typ A läuft über sechs Jahre, die Zinsen werden jährlich ausgezahlt. Die Rendite ist etwas geringer als bei
  • Typ B Dieser sammelt Zins und Zinseszins über sieben Jahre an und zahlt die aufgelaufene Summe bei Fälligkeit in einem Betrag aus.

Vorteil Typ B: Der Ertrag ist etwas höher als bei Typ A.

Größter Nachteil: Wegen der geringen SteuerFreibeträge von 750 Euro/Jahr für Alleinstehende (Verheiratete 1500 Euro) ab 1.1.2007 überschreiten Anleger diese Grenze bereits mit relativ wenigen Papieren und geraten so mit ihren Kapitalerträgen in die Versteuerungszone.

Beispiel:

  • Anlagebetrag Typ B (Alleinstehender) 50 x 100 Euro (5.000 Euro)
  • Rendite 4,35 %
  • Rückzahlbetrag im Jahr 2009, je Schatzbrief 134,74 Euro = 6.737 Euro
  • zu versteuernder Betrag (zum persönlichen Steuersatz) = 987 Euro

Beträgt ihr persönlicher Steuersatz bspw. 20 %, bleiben von den 987 Euro zu versteuernder Rendite noch 789,6 Euro übrig. Ihre Gesamtrendite sinkt von 1.737 Euro auf 1.540 Euro. Ihr jährliche Zinssatz sinkt also deutlich unter 4 %.

Der verzögerte Zinszufluss bei Typ B kann jedoch auch ein Vorteil sein: Anleger kurz vor dem Ruhestand sollten dieses Produkt wählen, um die Zinsen erst während ihres Rentnerdaseins zu kassieren – zu einem dann oft niedrigen persönlichen Steuersatz.

Nützliche Links:

Kaufen kann man die Bundesschatzbriefe bei jeder Bank oder Sparkasse. Allerdings werden dort zwischen 0,15 - 0,5 % Depotgebühren fällig. Bei der Bundeswertpapierverwaltung können sie Bundesschatzbriefe ohne Gebühren erwerben.

Hier finden sie den Schatzbriefrechner der deutschen Finanzagentur. 

 

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