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Bausparvertrag

Der gute alte Bausparvertrag gilt als Sparklassiker. Trotz der diversen Kürzungen staatlicher Boni in den letzten Jahren und in der Zukunft haftet ihm dieses Image zurecht an. Ein recht weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein Bausparvertrag nur dann Vorteile bringt, wenn man beabsichtigt Wohneigentum zu erwerben oder zu renovieren.

Bausparverträge sind jedoch unabhängig vom eigenen Vermögensstand immer eine gute und sichere Alternative. Folgende Vorteile bietet der "Spießervertrag":

  • steuerfreie Anlage über mind. 7 Jahre, solange die Wohnungsbauprämie beantragt wird
  • attraktive Förderung durch Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage im Rahmen der Einkommensgrenzen
  • flexible Einzahlungsmöglichkeiten
  • sehr hohes Maß an Sicherheit
  • attraktive Verzinsung des gesparten Kapitals von gegenwärtig bis zu 4,5 % je nach Art des Vertrages

Die wichtigste Zielgruppe für Bausparverträge liegt ganz klar im Bereich derer, die die Einkommensgrenze von 25.600 Euro nicht überschreiten. Hier haben vor allem Berufseinsteiger, Auszubildende und Sparer im Rentenalter die größten Vorteile.

Der eigentliche Anreiz eines Bausparvertrags sollte jedoch der Anspruch auf ein vergünstigtes Darlehen sein. Je nach Vertrag reichen um die 30 % der Bausparsumme um dieses zugeteilt zu bekommen. Es gilt hierbei die Verwendung für den Erwerb oder Renovierung von Wohneigentum. In Zeiten von niedrigen Zinssätzen verschwimmen diese Vorteile jedoch, oftmals ist das Darlehen einer Bausparkasse letztendlich nicht billiger als normale Darlehensprodukte.

Was bleibt ist eine attraktive Rendite, welche je nach Sparsumme und staatlichen Zulagen durchaus in Regionen von 6% pro Jahr liegen kann.

Die Bausparsumme

Wie bereits erwähnt, legen sie bei Abschluss eines Bausparvertrages eine Bausparsumme fest. Je nach Höhe dieser Summe berechnet sich in der Regel die Provision der Bausparkasse. Es gilt: Wählen sie ihre Bausparsumme mit bedacht. Je nach Art des Vertrages, müssen sie zwischen 50 und 30 % der Bausparsumme ansparen, damit der Vertrag zugeteilt wird. Ein Bausparvertrag, der in unerreichbarer Höhe abgeschlossen wird, kostet schlichtweg ihr Geld (zwischen 1-2,5% der Bausparsumme). Aufgrund der verhältnismässig hohen Provisionen neigen Vermögensberater unter Umständen dazu ihnen mehr Sparleistung zutrauen zu wollen, als das für sie zweckmässig wäre.

Die monatliche Sparsumme

Einen Bausparvertrag oberhalb der maximal Förderungsberechtigten Beträge zu besparen macht nur dann Sinn, wenn sie wirklich vorhaben, ein Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen. In unserem Falle geht es jedoch darum, das die maximale Förderung in Anspruch genommen werden kann. Nur so erreichen sie logischerweise eine optimale Rendite auf ihr investiertes Geld. Es ergibt sich eine maximale Förderung bei einem jährlichen Sparaufkommen von 982 Euro. Davon wie bereits im Kapitel staatliche Förderungen besprochen, 470 Euro an vermögenswirksame Leistungen und 512 Euro für die volle Wohnungsbauprämie.

Anzustreben sind also:

  • monatlich 40 Euro vermögenswirksame Leistungen
  • monatlich 43 Euro Sparleistung um die volle Wohnungsbauprämie beantragen zu können

In diesem Falle ergäbe sich eine Bausparsumme zwischen 12.000 Euro und 18.000 Euro.

Sollten sie diese Mittel nicht aufbringen können, ist das nicht weiter dramatisch. Sie werden anteilig auf die eingesparte Summe gefördert. Seien sie sich jedoch im Klaren darüber welche monatlichen Belastungen sie eingehen wollen. Sonderzahlungen sind zwar in der Regel möglich, würden jedoch einen Renditenachteil mit sich bringen.

Beachten sie Nebenkosten

Je nach Bausparkasse werden unterschiedliche Verwaltungsgebühren erhoben. Informieren sie sich bei ihrem Vermögens- oder Finanzberater vor dem Abschluss, vergleichen sie.

Nützliche Links

Hier finden sie den Bausparrechner des Verbandes der privaten Bausparkassen

 

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