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Abgeltungssteuer

Am 6. Juli 2007 hat der Bundesrat die Einführung der Abgeltungssteuer ab dem 1. Januar 2009 beschlossen. Die Abgeltungssteuer ist eine pauschale Steuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Sie wird auf grundsätzlich auf alle Kapitalerträge erhoben.

Bisher waren Gewinne aus der Veräußerung von Aktien steuerfrei, vorausgesetzt die einjährige Spekulationsfrist wurde eingehalten. Für Aktienkäufe die nach dem 31.12.2008 getätigt werden, gilt dann die neue Regelung. Für Anleger, die ihre  Gelder in Fonds investieren, gilt eine weitere Frist. Nur Fonds die bis zum Jahresende 2007 erworben werden, können zum Jahresende 2008 noch steuerfrei getauscht werden.

Am härtesten trifft die Einführung des neuen Steuerrechts die Zertifikate. Diese unterliegen auf Grund einer rückwirkenden Änderung bereits bei einem Erwerb nach dem 14. März 2007 der Abgeltungssteuer.

Für langfristig orientierte Anleger bedeutet die neue Regelung einen schweren Schlag ins Gesicht. So greift der Staat nun auch ertragsorientierten Sparern in den Geldbeutel. Gerade bei einer Altersvorsorge mit Aktien und Fonds ein schwerer Verlust.

Dennoch kann man die Abgeltungssteuer umgehen, für Kleinanleger jedoch ein schwieriges unterfangen. In der Regel konzentrieren sich diese vor allem auf Sparpläne und können nicht einmalig größere Summen zurücklegen. Auch das Risiko einer Einmalanlage in der derzeitigen Hausse an den Finanzmärkten sollte nicht unterschätzt werden.

Der falsche Ansatz wäre: In Hektik ausbrechen und wahllos überbewertete Titel einzukaufen. Bei Rückschlägen an den Finanzmärkten können schnell deutliche Verluste entstehen.

Kapitalanleger sollten rechtzeitig überlegen, wie sie in ihrer individuellen finanziellen Situation am Besten mit der neuen Steuer umgehen. So bleiben beispielsweise offene Immobilienfonds auch ab 2009 nach wie vor privilegiert.

Sparer sollten in Betracht ziehen, die grundsätzlich renditestärkeren Aktien und Aktienfonds bis Ende 2008 in ihrem Depot überzugewichten. Später kann immer noch eine  Anspassung durch den Zukauf von Renten und Immobilien erfolgen, diese haben langfristig geringere Renditeerwartungen. Somit wäre auch die Steuerlast potentiell geringer.

Weitere Alternativen bieten nach wie vor Kapitalversicherungen. Da diese aber in der Regel mit hohen Kosten verbunden sind, wird der Vorteil gegenüber der herkömmlichen Geldanlage deutlich geschmälert.

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